Progression

Dies ist eine Analyse, die nur für die 15 Projektträgerkantone, die Schweizer Nachbarstaaten sowie den steuerlich attraktivsten und den unattraktivsten Standort veröffentlicht wird.  


In den meisten im BAK Taxation Index vertretenen Standorten steigen die Steuersätze mit der Einkommenshöhe an. Die Ausgestaltung dieser Progression unterscheidet sich zwischen den Standorten erheblich. Falls ein Standort über deutlich unterschiedliche Steuersätze für verschiedene Einkommensstufen verfügt, greift die Analyse der Steuerbelastung lediglich für ein Nachsteuereinkommen zu kurz um die steuerliche Situation von Hochqualifizierten einzuschätzen. Die regionale Steuerattraktivität wird wesentlich auch durch die Progression der Steuertarife geprägt. Um die Ausprägung der Progression aufzuzeigen, erfasst der BAK Taxation Index pro Standort auch die Steuertarife für ein Nachsteuereinkommen von 50'000 und 200'000 Euro eines alleinstehenden hoch qualifizierten Arbeitnehmers.

 

 

Steuerprogression Hochqualifizierte 2017

Anmerkungen: Steuersatz für ein Nachsteuereinkommen von 50'000, 100'000 und 200'000 Euro in Schweizer Kantonen (gemessen am kantonalen Hauptort) und internationalen Standorten (gemessen am ökonomischen Hauptort) in %.
Quelle: ZEW / BAK Economics

 

  • Im Durchschnitt (ø BAK Taxation Index) weisen die Standorte des BAK Taxation Index 2017 bei der EATR-Steuerbelastung für unterschiedlich verdienende Hochqualifizierte den typischen Verlauf progressiver Steuer- und Abgabensysteme auf. Zwischen der niedrigsten (Nachsteuereinkommen von 50‘000 Euro) und der mittlere Gehaltsklasse (100‘000 Euro) beträgt die Spanne bei der Steuerbelastung 4.8 Prozentpunkte, zwischen dem mittleren und hohen Einkommensniveau (200‘000 Euro) ist die Spanne mit 4.1 Prozentpunkten niedriger. Mit zunehmendem Einkommen verflacht die ansteigende Kurve der Steuerbelastung und nähert sich dem Spitzensatz der Einkommenssteuer.

  • Die Schweizer Kantone zeigen durchwegs starke Progressionseffekte, die deutlich über dem Durchschnitt des BAK Taxation Index liegen. Ursächlich hierfür ist vor allem, dass der Spitzensteuersatz der direkten Bundessteuer erst ab einem zu versteuernden Einkommen von CHF 755‘200 gilt. Doch auch die Staatssteuern der Kantone zeichnen sich häufig durch eine ausgeprägte Progressionsstruktur aus.

  • Insbesondere der Kanton Zürich sticht mit einer überdurchschnittlichen Progression und somit einer hohen Zunahme der Steuerbelastung vom niedrigen zum mittleren (+8.8 %-Punkte) und vom mittleren zum hohen Einkommensniveau (+8.7 %-Punkte) heraus.

  • Im Vergleich dazu weisen die Schweizer Nachbarstaaten sehr moderate Progressionsverläufe aus. Deutschland liegt ungefähr im Durchschnitt, France und Italia wenden tiefe Progressionen an.